Wahl am 12.09.2021

Flyer


Plakate

Am 12. September findet zusammen mit der Kommunalwahl auch die Landratswahl statt. Vor fast 8 Jahren bin ich zum Landrat des Landkreises Osterholz gewählt worden – nun kandidiere ich erneut, um meine erfolgreiche Arbeit für weitere 5 Jahre fortsetzen zu können.

So sieht mein Wahlplakat für die Landratswahl aus. Ich überlege aber, bei dieser Wahl auf eine Plakatierung zu verzichten. Das hat nichts damit zu tun, dass ich die Wahl nicht ernst nehme, zumal es ja auch eine Mitbewerberin gibt.

Vielmehr sehen wir jetzt schon überall viele Plakate in den Straßen – und es kommen noch sehr viele Plakate hinzu. Schließlich werden am 12. September Stadt-/ Gemeinderäte und der Kreistag gewählt. Hinzu kommen in 6 von 7 Gemeinden im Landkreis Bürgermeisterwahlen und zwei Wochen später findet die Bundestagswahl statt, für die noch mehr Plakate aufgestellt und aufgehängt werden.

Ich bin fest davon überzeugt, dass ich in den vergangenen 8 Jahren durch meine Arbeit und insbesondere auch durch meine Präsenz vor Ort in Stadt und Gemeinden einen solchen Bekanntheitsgrad erreicht habe, dass ich unter diesen besonderen Rahmenbedingungen auf Plakate verzichten kann, so wie ich es übrigens auch im Jahr 2006 bei meiner Wiederwahl als Samtgemeindebürgermeister schon gemacht habe. Ich werde stattdessen eine Spende für zwei besondere Projekte machen. Zum einen für die Knochenmark-Typisierung, für die mich seit nunmehr 15 Jahren gemeinsam mit dem DRK einsetze und aus aktuellem Anlass für die Flutopferhilfe. 


Zeitungsartikel

Osterholzer Kreisblatt vom 27.08.2021:

Landratswahl im Landkreis Osterholz

‚Erfolgreich weiter‘

Die Kandidatur von Landrat Bernd Lütjen (SPD) wird auch von der CDU unterstützt. Die erneute Kandidatur von Landrat Bernd Lütjen (SPD) wird auch von der CDU unterstützt.

Die Kandidatur von Landrat Bernd Lütjen (SPD) wird auch von der CDU unterstützt. Die erneute Kandidatur von Landrat Bernd Lütjen (SPD) wird auch von der CDU unterstützt.

Was verbuchen Sie als größten Erfolg Ihrer Arbeit als Landrat, welche Fehler oder Versäumnisse sehen Sie womöglich?

Schwierig, einzelne Punkte herauszugreifen. Die Bilanz kann sich aber sehen lassen (siehe www.bernd-luetjen.de). Ganz obenan steht – wir haben die Flüchtlingskrise gemeistert und auch in der Corona-Pandemie hat das Haus seine Fähigkeiten für die Bürgerinnen und Bürger unter meiner Leitung unter Beweis gestellt. An besonderen Projekten habe ich die Biovergärungsanlage und die Kurzzeitpflegeinrichtung auf den Weg gebracht. Aber nichts davon kann man als Landrat allein bewegen, immer sind hierbei die politischen Fraktionen und die Beschäftigten ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges.

Was ist bisher Ihre zentrale Lehre als Verwaltungschef aus der Corona-Pandemie?

Dass in einer so besonderen Lage die Menschen im Landkreis zusammenrücken, sich verantwortungsvoll verhalten und auch die Kreisverwaltung jenseits aller sonstigen Zuständigkeiten in den Krisenstabsmodus gewechselt ist und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierbei nun seit mehr als anderthalb Jahren hervorragende Arbeit für die Menschen im Landkreis leisten. Es ist uns daneben gelungen, unsere Dienstleistungen weiter kontinuierlich anbieten zu können und die Verwaltung hat auch durch die verstärkte Nutzung des Homeoffice sicher noch mal einen besonderen Schub in Sachen Digitalisierung bekommen, den wir auch nach der Pandemie beibehalten wollen.

Auf welchen Handlungsfeldern wollen Sie neue Impulse setzen, die es in ihrer ersten Amtszeit seit 2013 bisher noch nicht gab?

Ich möchte insbesondere Impulse verstärken, die ich bereits gesetzt habe: Klimaschutz durch Energiewende, besseren Busverkehr und Moorschutz. Neubau und Sanierung der Berufsbildenden Schulen. Errichtung des „Naturpark Teufelsmoor“. Klimaschutz, Bildung und eine lebenswerte Heimat sind Handlungsfelder, die die Zukunft des Landkreises sichern.

Der Landkreis Osterholz gibt nun 750.000 Euro für mobile Lüfter in Klassenzimmern aus, die er lange Zeit für überflüssig erklärt hat. Wie begegnen Sie dem Eindruck, es könnte sich dabei vor allem um ein kostspieliges Wahlgeschenk handeln?

Es gibt neue Erkenntnisse, wodurch Bund und Land ihre Haltung zu den Geräten verändert haben, wie in der Zeitung nachzulesen war. Die politischen Gremien des Landkreises haben darauf reagiert. Der Landkreis will jeden möglichen Beitrag zu einem „pandemiesicheren“ Unterricht leisten. Die mobilen Luftreinigungsgeräte können dazu vielleicht einen weiteren Beitrag leisten, wobei das regelmäßige Lüften der Räume aber weiterhin unabdingbar bleibt.

Wie stark sollte in nächster Zeit die Windenergie im Landkreis ausgebaut werden?

Die Windenergie sollte so stark ausgebaut werden, wie es erforderlich ist, um die Klimaschutzziele von Bund und Landkreis zu erreichen. Das wird nach meiner heutigen Einschätzung nicht ohne neue Windparks gelingen. Die Sorgen der Bevölkerung, insbesondere die Lärmbelastung betreffend, nehme ich dabei sehr ernst.

Wie beurteilen Sie den Vorrat an Wohn- und Gewerbeflächen im Landkreis?

Am Markt sind nur wenige Wohn- und Gewerbeflächen verfügbar. Aus dieser Sicht ist das Angebot zu knapp. Das Land Niedersachsen hat sich gleichzeitig aber ehrgeizige Ziele gesetzt, die Neuversiegelung bis zum Jahr 2030 stark zu reduzieren. Es wird auch Aufgabe des Landkreises sein, an dieser Zielerreichung mitzuarbeiten.

Wie schätzen Sie dsie Zukunft der Landwirtschaft im Kreisgebiet ein?

Die Landwirtschaft steht vor gewaltigen Herausforderungen, nicht nur im Landkreis. Eine besondere Herausforderung ist aber das Wirtschaften auf Moorböden, die gleichzeitig Kohlenstoffspeicher sind. Mit dem Kreisentwicklungskonzept habe ich mir mit dem Kreistag das Ziel gesetzt, auf diesem Themenfeld Zukunftsperspektiven zu erarbeiten. Landwirtschaft und Landkreis Osterholz, das gehört auch in Zukunft eng zusammen!

Wie stehen Sie zur Forderung nach einer kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft?

Das Thema wurde vor ein paar Jahren politisch intensiv in den Gremien diskutiert. Nachdem klar war, dass weder Landkreis noch die Stadt oder die Gemeinden über bebaubare oder schon mit Wohnungen bebaute Flächen in nennenswertem Umfang verfügen und auch eine öffentliche Wohnungsbaugesellschaft zudem nicht „günstiger“ bauen kann, wurden andere Lösungen in den Blick genommen. So arbeiten die Gemeinden hier im Rahmen ihrer Planungsverfahren bei passenden Projekten bereits mit dem Instrument eines städtebaulichen Vertrags, in dem dann unter anderem eine Quote an „bezahlbarem“ Wohnraum festgeschrieben wird. Für den Landkreis Osterholz halte ich das für eine kluge Strategie.

Sollte der Kreis mehr Geld für Straßenbau ausgeben oder lieber mehr für den ÖPNV?

Ich werde dem Kreistag vorschlagen, mehr Geld als heute für den ÖPNV auszugeben. Im Bereich des Busverkehrs haben wir Nachholbedarf. Erste Schritte sind hier auch schon gemacht. Gleichzeitig habe ich den Anspruch, so viel Geld einzuplanen, dass unsere Straßen und Radwege gut und sicher befahrbar bleiben.

Die Fragen stellte Bernhard Komesker.


Osterholzer Anzeiger vom 11.02.2021:

CDU und SPD werben bei Wahl gemeinsam für den Landrat

Landkreis Osterholz (jm). Landrat Bernd Lütjen will noch eine Amtszeit dranhängen: Bei der Kommunalwahl im September tritt der amtierende Verwaltungschef erneut an. Unterstützt wird der SPD-Mann dabei nicht nur von der eigenen Partei, sondern auch von der Kreis-CDU.

Bernd Lütjen will noch eine Amtszeit als Landrat dranhängen und wird von der Wahl von der SPD und CDU gemeinsam unterstützt.
Foto: Patrick Viol

„Ich habe mir viele Fragen gestellt und alle mit Ja beantwortet“, sagte Lütjen bei einem gemeinsamen Pressegespräch der beiden Parteien zu seiner erneuten Kandidatur. Nach „20 Jahren im Feuer“, wie Lütjen seine Laufbahn als Verwaltungschef schmunzelnd beschreibt, habe er durchaus überlegt, ob er weitermachen solle. Die Arbeit an der Spitze der Kreisverwaltung sei anstrengend – sowohl die Flüchtlingssituation 2015 als auch die aktuelle Pandemie hätten ihn an seine Grenzen gebracht- aber auch unglaublich interessant und abwechslungsreich. Eine Frage musste er dann doch verneinen: „Kann man so jetzt abtreten?“ Zu viele Projekte, die jetzt kurz vor den wesentlichen nächsten Schritten stünden, seien in seiner Amtszeit angeschoben worden.

„Politische Pflöcke eingeschlagen“

Die Unterstützung durch die eigene Partei stand natürlich außer Frage. „Für uns war klar, dass ein erfolgreicher Landrat das Primat hat, noch mal zu kandidieren. Unsere Fraktion hat frühzeitig signalisiert, dass wir Bernd Lütjen weiter als Landrat sehen wollen“, sagte Björn Herrmann, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Lütjen sei maßgeblich mitverantwortlich für die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit auf Kreisebene und habe „auch politisch den einen oder anderen Pflock eingeschlagen“, sagte Herrmann und nannte aus Sicht der SPD-Fraktion die Entlastung der Kommunen im jüngsten Kreishaushalt, die gut geplante Sanierung der Berufsbildenden Schulen und die Investitionen in das Kreiskrankenhaus als Beispiele.
Der Rest ist für die SPD im Prinzip Formsache: „Es ist noch eine offizielle Nominierung erforderlich“, erklärt Christina Jantz-Herrmann, die Vorsitzende der Partei im Landkreis Osterholz. „Ob das in Präsenz stattfinden muss oder online möglich ist, ist noch offen.“

Gute Zusammenarbeit fortsetzen

„Da kommt noch ein dickes Brett auf alle Parteien zu, egal welche Farbe sie haben“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Kristian Tangermann zur Aufstellung der Kandidaten. Seine Partei hat in diesem Wahljahr eine Personalfrage weniger zu klären, denn die CDU verzichtet auf einen eigenen Landratskandidaten und unterstützt Bernd Lütjen. „Wie jede Kreispartei haben wir uns Gedanken zur Wahl gemacht und überlegt, ob wir jemanden aufstellen oder ob gemeinsame Interessen vorliegen“, berichtet Tangermann. Die Frage sei zuerst in der Kreistagsfraktion und später im Kreisvorstand diskutiert worden. Dabei sei man zum Schluss gekommen, dass es im eigenen Interesse liege, die gute Zusammenarbeit mit Bernd Lütjen und der SPD fortzusetzen.
„In schwierigen Zeiten mit ganz besonderen Herausforderungen ist dies sicherlich die richtige Entscheidung zum Wohle des Landkreises und der Bevölkerung“, findet auch Rainer Sekunde, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag. Der Landrat habe in den letzten Jahren bewiesen, dass er auch bereit sei, Themen anzugehen, die den Christdemokrat:innen im Kreis wichtig seien. Maßgeblich sei für seine Fraktion auch der Kontrakt 2021 zwischen Kreistag und Verwaltung gewesen, man wolle für die kommenden Amtszeit eine vergleichbare Vereinbarung anstreben, kündigte Sekunde an. Im Wahlkampf wolle man natürlich trotzdem das eigene politische Profil herausarbeiten: „Natürlich werden wird unterschiedliche politische Ansätze als CDU und SPD zur Kreistagswahl haben und bei den Wählerinnen und Wählern ganz klar im Wettbewerb um die besseren Ideen und Lösungsansätze stehen“, so Sekunde.


Osterholzer Kreisblatt vom 10.02.2021

Landrat Bernd Lütjen kandidiert wieder

SPD und CDU werben gemeinsam für den Amtsinhaber

Bernd Lütjens erneute Kandidatur bei der Direktwahl des Landrats am 12. September wird nicht nur von den Parteifreunden aus der Kreis-SPD unterstützt, sondern auch von der Kreis-CDU.

Von Bernhard Komesker

Die CDU-Spitzen (von links) Kristian Tangermann und Rainer Sekunde mit Landrat Bernd Lütjen sowie den SPD-Sprechern Björn Herrmann und Christina Jantz-Herrmann.
Foto: CARMEN JASPERSEN

Landkreis Osterholz. Rückenwind für Landrat Bernd Lütjen: Seine erneute Kandidatur bei der Direktwahl am 12. September wird nicht nur von den Parteifreunden aus der Kreis-SPD unterstützt, sondern auch von der Kreis-CDU. Das erklärten die Spitzen beider Kreisparteien und Kreistagsfraktionen am Mittwochnachmittag bei einem gemeinsamen Pressetermin mit dem Landrat. Zwar steht die förmliche Nominierung durch die SPD-Mitglieder noch aus, doch im Wahlkampf wollen Union und Genossen zusammen für den Amtsinhaber werben. Lütjen (Jahrgang 1963) ist seit siebeneinhalb Jahren im Amt und tritt im Herbst für fünf weitere Jahre zur Wiederwahl an.

Der CDU-Kreisvorsitzende Kristian Tangermann und CDU-Fraktionschef Rainer Sekunde betonten, im Kampf um Rats- und Kreistagssitze werde man sich sehr wohl von der SPD abgrenzen. Auf dem Posten des Verwaltungschefs aber spreche alles für den Amtsinhaber; darum habe der Kreisvorstand am Montagabend entschieden, keinen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, so Tangermann. Lütjen sagte, er freue sich sehr darüber, doch die Wiederwahl sei damit kein Selbstgänger. „Ich nehme das sehr ernst, aber natürlich gehe ich mit einem guten Gefühl in die nächsten Wochen und Monate.“ Das Kräfteverhältnis der Kreistagsmitglieder steht damit aktuell 30 zu 17. Als Verwaltungschef übe er sein Amt überparteilich aus, versicherte Lütjen; da gebe es keine Vorzugsbehandlung. Er trete noch mal an, weil er eine gute Mannschaft im Kreishaus habe und noch einige Großprojekte weiter begleiten wolle. „Die Aufgabe ist abwechslungsreich, spannend und nicht immer einfach, aber man kann vor Ort etwas bewegen.“

Die SPD-Kreisvorsitzende Christina Jantz-Herrmann erklärte, ob Lütjens Aufstellung als Präsenzveranstaltung erfolgen müsse, oder ob die Basis wegen der Pandemie notfalls auch schriftlich beteiligt werden kann, darüber berate die Partei gerade auf Bundes- und Landesebene. „Das ist ein formaler Akt, für den auch noch etwas Zeit ist.“

Gleiches gilt Tangermann zufolge letztlich auch für die Kür sämtlicher Kommunalwahl-Kandidaten. Partei-Veranstaltungen sind von den Corona-Verboten zwar nicht betroffen, aber die Gesundheit gehe vor.

Aus CDU-Sicht gab es zuletzt „eine gute und angenehme Zusammenarbeit“ mit dem Landrat und auch der SPD-Fraktion im Kreistag, so Tangermann weiter. SPD-Fraktionschef Björn Herrmann nickte: Gerade die Corona-Krise unterstreiche auch den Stellenwert einer gut funktionierenden Verwaltung. Die SPD-Abgeordneten stünden hinter der finanziellen Entlastung der Mitgliedsgemeinden sowie hinter den Investitionen in die Bereiche Bildung und Gesundheit, die Lütjen vorantreibe. Rainer Sekunde betonte, der Landrat beackere auch die Politik- und Handlungsfelder, die der CDU wichtig seien: Kreisentwicklung auf den Feldern Wirtschaft, Kultur und Tourismus sowie Klimaschutz und Digitales.

Ein Gegenkandidat für Lütjen ist bisher noch nicht bekannt. Danach gefragt, was nun für den Amtsinhaber spreche, gaben die Parteienvertreter folgende Eigenschaften zu Protokoll: „Er hat den gesamten Landkreis im Blick“, antwortete die SPD-Chefin Jantz-Herrmann, während Christdemokrat Tangermann Bürgernähe und Erreichbarkeit hervorhob. Für CDU-Fraktionschef Sekunde steht der Landrat für Kompetenz, Kontinuität und Erfahrung. Björn Herrmann unterstrich: „Ein Sozialdemokrat, der über den Tellerrand guckt und der integrieren kann.“