Wiederwahl 2006

Die ersten 5 Jahre als Samtgemeindebürgermeister vergingen wie im Flug. Da zur Wahl im Jahre 2001 die Wahlzeit nur 5 Jahre betrug, stand die nächste Wahl im Jahre 2006 an – wieder zusammen mit der Kommunalwahl. In der Zwischenzeit gab es in Niedersachsen eine Gesetzesänderung, in der die Wahlzeit auf 8 Jahre verlängert wurde.

Ich wurde immer wieder gefragt, was denn passieren würde, wenn ich nicht wiedergewählt werden würde. Die meisten dachten, dass ich dann wieder zum Landkreis zurückkehren könnte. Das war allerdings nicht der Fall.

Ich musste mich zur ersten Wahl aus dem sogenannten „Beamtenverhältnis auf Lebenszeit“ beim Landkreis Osterholz entlassen lassen um das neue „Beamtenverhältnis auf Zeit“ als Samtgemeindebürgermeister eingehen zu können. Einen Anspruch auf eine Rückkehr gab es nicht.

Das war natürlich mit einem gewissen Risiko verbunden. Auf der anderen Seite hatte ich 5 Jahre Zeit, die Wählerinnen und Wähler davon zu überzeugen, dass ich gute Arbeit leiste.

So war es dann auch. Ich wurde von den Genossinnen und Genossen einstimmig zum SPD-Kandidaten nominiert.

Der UKA verzichtete diesmal auf einen eigenen Kandidaten, weil ich in den ersten 5 Jahren durch Kompetenz, Engagement und vor allem auch durch neutrale Amtsführung überzeugt habe. Im Vorfeld habe ich immer alle Ratsmitglieder immer umfassend informiert und immer angeboten, bei Bedarf in alle Fraktionen zu kommen. So wurden auch die meisten Beschlüsse im Samtgemeinderat einstimmig gefasst. Der UKA hat sich nach diesen positiven Erfahrungen für mich ausgesprochen und auch ihre Wähler aufgefordert, mich zu unterstützen.

Genauso war es bei der Wählergemeinschaft Samtgemeinde Hambergen (WSH), die auch auf einen eigenen Kandidaten verzichtet und mich ausdrücklich unterstützt haben.

Die CDU hat, wie alle anderen Fraktionen, auch immer alle notwendigen Informationen bekommen und ich habe auch immer eine gute Zusammenarbeit gepflegt. Trotzdem hat die CDU wieder einen eigenen Kandidaten, diesmal eine Kandidatin, für die Wahl zum Samtgemeindebürgermeister nominiert.

So gab es wieder eine „echte“ Wahl, diesmal mit zwei Kandidaten. Bei dieser Wahl habe ich 84,9 % der Stimmen bekommen – ein Wahnsinnsergebnis. In ganz Niedersachsen war es sogar das beste Ergebnis eines Bürgermeisters bei den Kommunen, in denen mindestens zwei Kandidaten angetreten waren.

Das hat mich natürlich riesig gefreut. Die Unterstützung von UKA und WSH im Vorfeld war für mich schon ein sehr gutes Zeichen. Insbesondere aber auch der Umstand, das sehr viele CDU-Wähler (die CDU bekam bei der Kommunalwahl knapp 25 %) mich als Samtgemeindebürgermeister bestätigt haben, hat mir gezeigt, dass ich mit meiner Arbeit auf dem richtigen Weg bin und dies von den Wählerinnen und Wählern auch so gesehen wird.

Im Vorfeld der Wahl hatte ich bewusst und ausdrücklich auf Plakatierung verzichtet. Das eingesparte Geld habe ich für eine Aktion zur Knochenmark-Typisierung verwendet. Durch weitere Geldspenden und eine riesige Bereitschaft bei einem Blutspendetermin in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz war die Aktion ein voller Erfolg.

 
Wiederwahl 2006 Zeitung

Zeitungsartikel im "Osterholzer Kreisblatt"