Wahl 2001

Wahlplakat
 

Mein Wahlplakat im Jahr 2001

In der Samtgemeinde Hambergen stand 2001, zusammen mit der Kommunalwahl, erstmals die Direktwahl eines hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeisters an.


Bis dahin gab es neben dem hauptamtlichen Samtgemeindedirektor als Leiter der Verwaltung noch den ehrenamtlichen Samtgemeindebürgermeister, der als Vorsitzender des Samtgemeinderates und als Repräsentant der Samtgemeinde tätig war.


Nach einer entsprechenden Gesetzesänderung wurde seit 1996 nach und nach die sogenannte Eingleisigkeit in den Kommunen eingeführt. Nachdem der bisherige Samtgemeindedirektor Martin Heißenbüttel im Frühjahr 2001 in den Ruhestand ging, stand auch in Hambergen die Eingleisigkeit an.


Eingleisigkeit bedeutete die Zusammenlegung der Ämter des Samtgemeindedirektors und des ehrenamtlichen Samtgemeindebürgermeisters. Der eingleisige Bürgermeister sollte hauptamtlich tätig sein und zusätzlich zu den repräsentativen Aufgaben die Verwaltung im Rathaus leiten.


Die SPD in Hambergen suchte unter der Führung des langjährigen Samtgemeindebürgermeisters Uwe Brauns nach einer geeigneten Person.


Es gab drei Gründe, durch die ich die SPD-Verantwortlichen überzeugt habe:


1. Ich kam aus der Samtgemeinde Hambergen, bin dort aufgewachsen und groß geworden. Dadurch kannte ich “Land und Leute” und durch meine “Fußballerlaufbahn” war ich überall bekannt – auch durch meine 10jährige ehrenamtliche Vorstandstätigkeit beim FC Hambergen, zuletzt als 2. Vorsitzender.


2. Durch meine Ausbildung / Studium beim Landkreis Osterholz habe ich Verwaltung “von der Pike auf” gelernt und durch meine insgesamt fast 19jährige Tätigkeit in der Kreisverwaltung alle Bereiche der Kommunalverwaltung kennengelernt.


3. Zur Kommunalwahl 1996 habe ich für den Stadtrat In Osterholz-Scharmbeck kandidiert und bin auf Anhieb mit einem sehr guten Ergebnis gewählt worden. Im Stadtrat habe ich in wesentlichen Fachausschüssen gearbeitet, war außerdem in den Aufsichtsräten der Stadtwerke und der Stadtentwicklungsgesellschaft sowie als Geschäftsführer im Fraktionsvorstand der Mehrheitsfraktion. Ich habe also beide Seiten kennengelernt - sowohl die Sichtweise der Verwaltung als auch die der ehrenamtlichen Arbeit im Rat. Dadurch wusste ich, an welchen Stellen Probleme auftreten und wie sie aussehen können. Wenn man beide Arbeitsweisen kennt, kann man schon im Vorfeld viele Reibungsverluste vermeiden.


Da es weitere SPD-Kandidaten gab, mussten die Parteimitglieder über die Nominierung in einer Urwahl entscheiden – dort gab es ein deutliches Votum für mich und ich trat als SPD-Kandidat zur Wahl des Samtgemeindebürgermeisters an.


Bei der Wahl gab es zwei Mitbewerber - einen Kandidaten der CDU und einen Kandidaten des UKA (den Grünen nahe stehender „Unabhängiger Kommunalpolitischer Arbeitskreis“). Nach einem engagierten Wahlkampf bekam ich bei der Wahl 68,04 % der Stimmen und wurde somit zum ersten hauptamtlichen Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Hambergen gewählt. Die Wahlzeit betrug damals 5 Jahre – ich wurde also bis 2006 gewählt.