Erfolge

Es gibt eine große Palette an Dienstleistungen, die im Rathaus für die Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Natürlich bin ich, zusammen mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer bestrebt, diese Dienstleistungen zu verbessern und einen guten Service für die Kundinnen und Kunden im Rathaus zu bieten. Hier haben wir gemeinsam einen sehr guten Standard erreicht.

Über diesen normalen Service hinaus sind in den letzten Jahren aber viele Projekte in der Samtgemeinde Hambergen angeschoben und teilweise auch erfolgreich umgesetzt worden. Einige dieser Projekte werden hier aufgeführt, ohne dass durch die Reihenfolge eine bestimmte Wertung vorgenommen werden soll.

Diese „Erfolge“ habe ich natürlich nicht alleine erzielt. Ein gutes Miteinander im Samtgemeinderat, eine gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung sowie ein großes Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dazu beigetragen, dass ich insgesamt auf 12 sehr erfolgreiche Jahre zurück blicken kann. Dadurch konnten wir gemeinsam trotz der finanziell katastrophalen Rahmenbedingungen diese Erfolge erzielen.
 

Die Samtgemeinde Hambergen und ihre 5 Mitgliedsgemeinden verfügen im Vergleich mit den anderen Kommunen im Landkreis Osterholz und auch im Vergleich mit anderen Kommunen aus den benachbarten Landkreisen über die schlechtesten finanziellen Rahmenbedingungen.

Die Steuereinnahmekraft – dies ist ein messbarer und vergleichbarer Faktor – ist mit Abstand schlechter, als bei den Nachbarn.So sind die Grundsteuereinnahmen in einem normalen Jahr bei den Mitgliedsgemeinden höher als die Gewerbesteuereinnahmen. Ein Umstand, der bei Kollegen aus anderen Regionen schon mal für Heiterkeit, aber auch für Erstaunen gesorgt hat.

Trotz dieser schlechten Vorzeichen ist es immer wieder gelungen, Kassenkredite in namhafter Höhe zu vermeiden. Für das Haushaltsjahr 2013 ist es sogar gelungen, einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt vorzulegen.

 

Trotz der schon beschriebenen schlechten finanziellen Rahmenbedingungen hat es in den zurückliegenden 12 Jahren erhebliche Investitionen gegeben. Allein in den Bereichen Schulen, Turnhallen, Feuerwehren, Hallenbad, Bahnhöfe, Rathaus sind insgesamt rd. 8 Mio. € investiert worden.

Trotzdem ist der Stand der langfristigen Verbindlichkeiten nur um 800.000 € angestiegen – insgesamt liegt er derzeit bei rd. 5,8 Mio. €, wobei ein Grossteil dieser Verbindlichkeiten für Schulbauten aus der Kreisschulbaukasse finanziert wurden und zinsfrei sind.

Auch für die Zukunft ist vorgesorgt. In der Finanzplanung bis 2016 sind weitere Investitionen in der Größenordnung von rd. 3,5 Mio. € vorgesehen. Trotzdem kann das gemeinsame Ziel, in der Kommunalwahlperiode 2011 bis 2016 keine Nettoneuverschuldung einzugehen, eingehalten werden. Dies alles ist nur möglich, wenn alle Beteiligten aus Rat und Verwaltung eng zusammen arbeiten, so wie es seit Jahren in der Samtgemeinde Hambergen auch praktiziert wird.

 

Als im Jahre 2005 die Orientierungsstufe abgeschafft wurde, standen wir mit unserer KGS in Hambergen vor einem Problem. Es war zu befürchten, dass viele Eltern, ihre Kinder zum Gymnasium schicken. Vorher hatte man die Möglichkeit, die Kinder und die Eltern zwei Jahre lang, während der Orientierungsstufenzeit, von der Qualität der Schule zu überzeugen.

Diese Möglichkeit entfiel nun. Hinzu kam, dass die damals neue CDU/FDP-Landesregierung einen besonders kritischen Blick auf die Gesamtschulen im Land warf. Es stand also zu befürchten, dass der Standort als Gesamtschule gefährdet war, wenn der Anteil der gymnasialen Schülern weiter zurückgehen würde.

Gleichzeitig gerieten die Bemühungen der Stadt Osterholz-Scharmbeck ins Stocken, eine Oberstufe an der IGS einzurichten. Auch dies hing in erster Linie mit der gleichen gesamtschulkritischen neuen Landesregierung zusammen. Also taten wir schon vor 8 Jahren das, was heute in aller Munde ist – wir betrieben interkommunale Zusammenarbeit (IKZ).

Wir beschlossen zusammen mit den Schulen eine enge Kooperation und richteten zusammen eine gemeinsame Oberstufe an der IGS in Osterholz-Scharmbeck ein, an der die Samtgemeinde Hambergen auch kostenmäßig beteiligt ist. Obwohl von den Verantwortlichen des Landes nie für möglich gehalten, haben wir die seinerzeit prognostizierten Schülerzahlen deutlich übertroffen und die Oberstufe hat sich bis heute sehr gut entwickelt. Sie bietet so neben dem Gymnasium und den Berufsbildenden Schulen eine gute Alternative, die Hochschulreife zu erlangen – eine Bereicherung für unsere Schullandschaft.

Mit der Einrichtung einer gemeinsamen Oberstufe an der IGS in Osterholz-Scharmbeck konnte eine gute Grundlage für eine durchgängige Beschulung an einer Gesamtschule bis zum Abitur gelegt werden. Diese Bestrebungen im Rahmen einer weitsichtigen Schulpolitik haben auch in den Nachbarkreis Cuxhaven gestrahlt.

Im Landkreis Cuxhaven gab es zwar immer wieder Bestrebungen vieler engagierter Eltern, eine Gesamtschule einzurichten, was jedoch immer wieder von der Mehrheit im Kreistag abgelehnt wurde. So gibt es bis heute keine einzige Gesamtschule im ganzen Landkreis Cuxhaven.

Aus diesem Grund haben sich im Jahre 2004 einige Eltern aus der Samtgemeinde Beverstedt zusammen getan und angefragt, ob ihre Kinder unsere KGS in Hambergen besuchen können. Es handelte sich um ganz engagierte Eltern, die u.a. eigenständig einen Bustransport ihrer Kinder nach Hambergen und zurück organisieren wollten. Nach Rücksprache mit der Schule kam man auch im Samtgemeinderat zu der Auffassung, dass eine Öffnung unserer KGS für Schüler aus dem Landkreis Cuxhaven zur Stärkung unseres Schulstandortes als Gesamtschule beitragen würde.


Einziger Wermutstropfen – der Landkreis Cuxhaven hat eine finanzielle Beteiligung an den Schulkosten abgelehnt. Dies sei schließlich eine freiwillige Leistung und in Anbetracht der desaströsen finanziellen Situation des Landkreises Cuxhaven dürfe man diese freiwillige Leistung gar nicht erbringen. Nach weiteren vergeblich Anläufen und nachdem der Anteil der Cuxhavener Schüler zwischenzeitlich sogar mehr als 25 % betrug, habe ich Klage beim Verwaltungsgericht gegen den Landkreis Cuxhaven eingereicht.


In der Zwischenzeit gab es nach der Kommunalwahl 2011 eine andere Mehrheit im Cuxhavener Kreistag. Die neue Mehrheitsgruppe, von Rot / Grün getragen, die schon vorher Verständnis für die Situation der Samtgemeinde Hambergen hatte, lenkte nun ein und beauftragte die Verwaltung, mit der Samtgemeinde Hambergen zu kooperieren. Nun gibt es eine langfristig angelegte Vereinbarung, nach der vom Landkreis Cuxhaven jährlich ein Betrag von 200,- € pro Schüler an die Samtgemeinde Hambergen gezahlt wird. Das ist zwar nicht kostendeckend, aber endlich eine deutliche Entlastung.

Die Grundschule Wallhöfen war die erste Schule in der Samtgemeinde Hambergen, an der ein Ganztagsschulbetrieb eingeführt wurde. Nachdem sich Eltern und Lehrer mit großer Mehrheit für die Einführung des Ganztagsschulbetriebes ausgesprochen hatten, fasste der Samtgemeinderat den Beschluss, einen entsprechenden Antrag bei der Landesschulbehörde zu stellen.

Für die erforderlichen Umbaumaßnahmen für den Ganztagsbetrieb, z.B. die Errichtung einer Mensa, gab es Fördermittel des Bundes, die über das Land bewilligt wurden. Ein entsprechender Antrag bei der Landesschulbehörde wurde lange Zeit nicht beantwortet, obwohl sehr schnell abzusehen war, dass das Programm IZBB deutlich überzeichnet war.


Nachdem dann irgendwann feststand, dass nicht mit IZBB-Mitteln zu rechnen war, musste der Umbau noch einmal umgeplant werden. Wir mussten uns mal wieder selbst helfen, konnten aber dann doch die Umbaumaßnahmen durchführen.


Als nächstes führte die KGS den Ganztagsschulbetrieb ein, ein Jahr später folgte die Grundschule Hambergen. Hier waren nicht so aufwendige Umbauarbeiten erforderlich, weil die Schülerinnen und Schüler der Grundschule in der KGS-Mensa das Mittagessen einnehmen können. Gut, dass sich zu diesem Thema beide Schulen aufeinander zubewegt haben.

 

Der Schulbereich nimmt einen einen besonderen Stellenwert in der Samtgemeinde Hambergen ein. Ein Großteil der derzeit bestehenden Kreditverbindlichkeiten sind durch Investitionen im Schulbereich entstanden. Überwiegend konnten diese Kredite zinslos aus der Kreisschulbaukasse aufgenommen werden.


Die Samtgemeinde Hambergen unterhält 4 Grundschulen und die KGS am Wällenberg. Regelmäßig werden natürlich die notwendigen Unterhaltungsarbeiten durchgeführt, die schon einen erheblichen Aufwand bedeuten.


Darüber hinaus haben wir in den letzten Jahren die Grundschule in Hambergen für rd. 500 Tsd. € generalüberholt. Als nächstes war die Grundschule in Wallhöfen an der Reihe. Durch den Ausbau zur Ganztagsschule mit Einrichtung einer Mensa und einer Generalsanierung im Rahmen des Konjunkturpaketes II mussten insgesamt rd. 765 Tsd. € in die Hand genommen werden. Hinzu kamen Kosten für die Sanierung der Schulsporthalle in Wallhöfen von rd. 750 Tsd. €.


Auch bei der Schulsporthalle in Axstedt konnte man die Auswirkungen des Alters und der regelmäßigen Inanspruchnahme durch Schule und Vereine feststellen. Es bestand Handlungsbedarf die Sanierung hat insgesamt rd. 300 Tsd. € gekostet hat.


Der größte Brocken war allerdings die Sanierung bzw. An-/Neubau der Pausenhalle/Mensa mit Aufstockung des Zwischentraktes in der KGS. Diese Maßnahmen waren aber unbedingt erforderlich, weil auch hier ein Ganztagsbetrieb eingeführt werden sollte. Insgesamt wurden hierfür rd. 2,5 Mio. € Kosten ermittelt – eine nicht alltägliche Investition für die Samtgemeinde Hambergen, die schon an die finanzielle Machbarkeitsgrenze stieß.
Ich freue mich sehr, dass die Baukosten am Ende innerhalb des vorgegebenen Finanzrahmens geblieben sind – bei Bauten in dieser Größenordnung auch nicht unbedingt selbstverständlich.

 

Nachdem ich mit einem guten Ergebnis 2001 zum Samtgemeindebürgermeister gewählt wurde und in den 5 Jahren auch gute Arbeit geleistet habe, bin ich sehr zuversichtlich in die Wahl gegangen, bei der ich mich zum zweiten Mal bei den Wählerinnen und Wählern als Samtgemeindebürgermeister beworben habe.

Besonders habe ich mich auch darüber gefreut, dass sich im Vorfeld neben der SPD auch der UKA und die Wählergemeinschaft für mich ausgesprochen haben. Das war für mich ein deutliches Zeichen, dass mein Anliegen als Bürgermeister neutral zu arbeiten, auch angekommen ist und meine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen im Rat vertretenen Fraktion auch honoriert wurde.

Im ersten Moment war ich ein wenig enttäuscht, als die CDU eine eigene Kandidatin aufgestellt hat. Ich war der Meinung, dass ich auch mit den Ratsmitgliedern der CDU gut zusammen gearbeitet habe und hatte gedacht, dass ich auch von dort Unterstützung erhalte. Aber natürlich ist es das gute Recht einer jeden Partei, eigene Kandidaten aufzustellen – und das ist auch gut so.

So kam es dann auch zu einer „richtigen“ Wahl und das Ergebnis hat natürlich alle Erwartungen übertroffen – 84,9 % - in ganz Niedersachsen das beste Ergebnis, wo zwei oder mehr Kandidaten angetreten sind. Für mich eine tolle Bestätigung meiner bisherigen Arbeit und ein deutliches Zeichen, dass ich über alle Parteigrenzen hinweg Zustimmung erhalten habe.

Gleich zu Beginn meiner Amtszeit gab es großen Ärger wegen einer Sandabbaugenehmigung des Landkreises Osterholz in der Gemeinde Hambergen. Der Landkreis hatte allerdings keine Möglichkeit, den Sandabbau an dieser Stelle zu verwehren, da es sich um ein sogenanntes privilegiertes Vorhaben handelt. Da auf der besagten Fläche keine andere Nutzung geregelt war, musste die Genehmigung hier erteilt werden.


In enger Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro, dem Landkreis und der damals noch existierenden Bezirksregierung Lüneburg haben wir ein Verfahren angeschoben, das vorher noch von keiner anderen Gemeinde durchgeführt wurde. Wir wollten im Flächennutzungsplan Vorrangflächen für den Sandabbau ausweisen, wodurch nur auf diesen Flächen Sandabbau stattfinden konnte. Für alle anderen Flächen gab es dadurch eine Ausschlusswirkung, ähnlich wie bei Vorrangflächen für Windenergieanlagen.


Es war ein sehr ambitioniertes Ziel, zumal es überhaupt keine Erfahrung mit diesem Instrument auf F-Plan-Ebene gab. Nach vielem Hin und Her und teils sehr emotional geführten Bürgerversammlungen konnte im Jahr 2005 ein entsprechender Satzungsbeschluss gefasst werden, wo perspektivisch für 10 Jahre konkrete Sandabbauflächen ausgewiesen wurden.

Bis heute ist von den ausgewiesenen Flächen, die auch noch das Dreifache des tatsächlichen Bedarf betragen mussten, noch kein Eimer Sand abgebaut worden.

Das Thema Krippenplätze ist in der Samtgemeinde Hambergen etwas kompliziert. Für die Kindertagesstätten sind die 5 Mitgliedsgemeinden zuständig. Als das Tagesbetreuungsausbaugesetz verabschiedet wurde, kam man in den Mitgliedsgemeinden zu dem Schluß, dass nicht jede kleine Mitgliedsgemeinde ein Krippenangebot vorhalten könnte. Daher sollte das Krippenangebot zentral von der Samtgemeinde bearbeitet werden.


Zunächst ging es mit einer Krippengruppe im Obergeschoß des Kindergartens Heißenbüttel los - es folgte eine weitere Gruppe in derselben Einrichtung. Bis zum 01.08.13 wird es in der Samtgemeinde Hambergen insgesamt 50 bzw. 55 Krippenplätze in altersexklusiven und alterserweiterten Gruppen geben, teilweise sind dies auch Ganztagsplätze. Damit kann der komplette Bedarf an Krippenplätzen in der Samtgemeinde Hambergen gedeckt werden.

Seit 1990 besteht die Partnerschaft mit der Gemeinde Steinhagen, die rd. 5 km südlich von Stralsund liegt. Wie in vielen anderen Gemeinden, Städten und Landkreisen hat man sich kurz nach der Wende auch in Hambergen aufgemacht, um Verwaltungshilfe für eine Gemeinde in den neuen Bundesländern zu leisten. Auf einen Partnerschaftsvertrag, der dann häufig in den jeweiligen Rathäusern der beteiligten Kommunen hängt, hat man bewusst verzichtet.

Als ich im Jahre 2001 dazu kam, fand ich eine Partnerschaft vor, bei der sich in der Zwischenzeit viele Freundschaften entwickelt hatten und bei der Beziehungen von vielen Vereinen und Institutionen entstanden waren. Heute kann ich stolz sagen, dass sich diese Beziehungen sogar noch weiter verfestigt haben. Gerade in den letzten Jahren hat es sogar immer wieder neue Kontakte mit unterschiedlichen Gruppen gegeben, z.B. Senioren, Tischtennis, Angelverein, Weihnachtsmarkt.


Heute können wir festhalten, dass es nur noch sehr wenige aktive und lebendige Partnerschaften aus der Zeit des Mauerfalls gibt – Hambergen /Steinhagen gehört dazu.

Seit Mitte der 80er Jahre hat die Samtgemeinde Hambergen Kontakte zur Bundeswehr. Die Verantwortlichen wollten die besondere Bedeutung der Bundeswehr mit einer Patenschaft dokumentieren, um so die Zivilbevölkerung vor Ort für die Arbeit der Soldaten zu sensibilisieren. So fand man ein Instandsetzungsbataillon aus Schwanewede als Partner, mit dem man sich regelmäßig auf unterschiedlichen Veranstaltungen ausgetauscht hat. Nachdem das Bataillon im Zuge einer der Bundeswehrstrukturreformen aufgelöst wurde, wollte man die wichtigen Kontakte zur Bundeswehr aber gerne fortsetzen.

In der Zwischenzeit zog die Nachschubschule des Heeres in die Lucius-D.-Clay-Kaserne in die Nachbarschaft nach Garlstedt. Durch gute Kontakte zum damaligen Standortältesten habe ich die Verbindung zur Lehrgruppe A hergestellt. Im Jahr 2005 wurde die Patenschaft dann mit einem offiziellen Appell auf dem Festplatz in Hambergen besiegelt. Mittlerweile ist die Schule noch einmal aufgewertet worden, zur Logistikschule der Bundeswehr und die Verbindungen werden nach wie vor regelmäßig gepflegt.

Im Jahr 2002 kamen einige Kunstinteressierte zu mir und berichteten von einer Idee, ähnlich wie im Wendland zur AKW-Bewegung, an einem Wochenende die Ateliers von Künstlern in der Samtgemeinde Hambergen zu öffnen. Von dieser Idee war ich sofort fasziniert und ich habe meine Unterstützung spontan zugesagt.

Die Unterstützung bestand aus der Koordination der Aktion durch einen Rathausmitarbeiter und aus der Ansprache von Sponsoren, um so Werbung, Organisation, etc. zu ermöglichen. Aus kleinen Anfängen hat sich die CreARTour im Laufe der Jahre zu einem regelmäßigen Termin in der Samtgemeinde Hambergen entwickelt.

Immer am zweiten Maiwochenende öffnen sich immer mehr Ateliers, teilweise auch mit Gästen der ausstellenden Künstler und zieht immer mehr Besucher von nah und fern – eine echte Erfolgsstory !

 

Das Landesjugendorchester Bremen probt seit Jahren in den Osterferien für eine Woche im Tagungshaus Bredbeck, um anschließend 4 bis 5 Konzerte in der Region zu geben. Teilweise waren es um die 100 Kinder und Jugendliche, die anfangs in unterschiedlichen Gruppen zusammen geprobt haben.

Wenn es dann aber zu einer Gesamtprobe kam, hatte man in Bredbeck Probleme, weil man keine ausreichend große Räumlichkeiten hatte. Der ehemalige Studienleiter Ernst Hennenberg, der mich aus gemeinsamen Zeiten beim Landkreis Osterholz kannte, fragte, ob es in Hambergen Möglichkeiten für eine Gesamtprobe des LJO gäbe.

Nach Absprache mit der Gemeinde Hambergen konnten wir die Uwe-Brauns-Halle zur Verfügung stellen. Die Musikerinnen und Musiker waren gleich begeistert, insbesondere auch von der Akustik in der Halle. Als Dankeschön gab es für das Hamberger Publikum ein Gratiskonzert.

Mittlerweile ist es schon Tradition, dass das LJO sein erstes Konzert immer in Hambergen gibt. Die Besucherzahlen konnten mit den Jahren immer weiter gesteigert werden. Obwohl es in Bredbeck mittlerweile auch die Möglichkeit der Gesamtprobe gibt, kommen die Kinder und Jugendlichen immer noch gerne nach Hambergen.

Mit dem musikalischen Leiter Herrn Prof. Stefan Geiger und der Geschäftsführerin Katharina-Nora Tiedtke hat sich eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt.

 

Auch das Feuerlöschwesen hat in der Samtgemeinde Hambergen einen großen Stellenwert. In den 7 Ortsfeuerwehren engagieren sich über 200 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden ehrenamtlich und stellen so den Brandschutz sicher, für den die Samtgemeinde zuständig ist. Außerdem gibt es 4 Jugendfeuerwehren, in denen sich über 80 Kinder und Jugendliche tummeln. Sie werden von vielen Jugendbetreuern auf die Arbeit in der aktiven Feuerwehr vorbereitet – darüber hinaus gibt es weitere tolle Freizeitangebote für den jungen Feuerwehrnachwuchs.


Es ist selbstverständlich, dass die Kameradinnen und Kameraden angemessen ausgestattet werden, dass notwendige Fortbildungen und Lehrgänge organisiert werden und sie durch ihre Tätigkeit möglichst keine Nachteile bei ihrem Arbeitgeber erfahren.


Es sind aber auch notwendige Investitionen zu leisten, um den Brandschutz sicher zu stellen. Da geht es einmal um die Feuerwehrhäuser und zum anderen um die Einsatzfahrzeuge. In den letzten Jahren sind insgesamt 5 Einsatzfahrzeuge im Wert von 960 Tsd. € beschafft worden.


Der größte Brocken war aber sicherlich der An-/ Neubau des Feuerwehrhauses in Hambergen, unser größten Ortsfeuerwehr. Allein diese Maßnahme hat rd. 1 Mio. € gekostet.

Seit 2006 gibt es in Niedersachsen die Möglichkeit, die Ehrenamtskarte einzuführen. Diese Idee ist eigentlich an die Landkreise und kreisfreien Städte gerichtet. Hier im Landkreis Osterholz hat man sich bisher noch nicht durchgerungen, diese Idee umzusetzen. Man befürchtete einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Nachdem die Gemeinde Grasberg schon einen „Alleingang“ gestartet hat und vor zwei Jahren die Ehrenamtskarte für ihren Bereich eingeführt hat, hat nun auch die Samtgemeinde Hambergen nachgezogen.


In der Samtgemeinde Hambergen gibt es rund 90 Vereine, Verbände und Institutionen, die von der ehrenamtlichen Arbeit ihrer Mitglieder leben. Unsere Gesellschaft wäre um einiges ärmer, wenn es diese vielfältige Tätigkeit von Ehrenamtlichen nicht gäbe. Daher halte ich es für ein gutes Signal, mit der Vergabe der Ehrenamtskarte ein Ausrufezeichen zu setzen, um auf die Bedeutung des Ehrenamtes hinzuweisen – gleichzeitig auch ein kleines Dankeschön für die tolle Arbeit der Ehrenamtlichen. Es gibt es für die Ehrenamtskarte allerdings auch noch eine nicht unwesentliche Hürde – immerhin müssen 5 Stunden wöchentlich oder 250 Stunden jährlich an ehrenamtlicher Tätigkeit nachgewiesen werden.

Schon lange vor der „Energiewende“ gab es in Hambergen aus der Agenda-Bewegung Bestrebungen, eine Bürger-Solaranlage zu errichten. Nachdem mehrere mögliche Dächer untersucht wurden, kam man auf das Dach der KGS als möglichen Standort.

Insgesamt fanden sich 25 Personen aus der Samtgemeinde, die einen Teil dieser Solaranlage finanzieren wollten. Nach Vorliegen entsprechender Angebote ging es letztendlich um die Frage, ob für die Nutzung des Daches eine Mietzahlung an die Samtgemeinde Hambergen erfolgen sollte. In diesem Fall wäre es höchstwahrscheinlich nicht zur Installation der Anlage gekommen, da die Kalkulation insgesamt schon sehr knapp war.

Die Samtgemeinde hat seinerzeit ein Zeichen setzen wollen, um eine Bürgersolar-Anlage auf einem kommunalen Dach zu ermöglichen. Dies sollte auch eine gewisse Vorbildfunktion für die regenerative Energieerzeugung und die Abkehr von fossilen und atomaren Energiequellen sein, zumal die Anlage auf dem Dach der „Umweltschule Europas“ installiert werden sollte.

Heute sind wir stolz darauf, dass wir in diesem Bereich Vorreiter waren und die Notwendigkeit der Energiewende schon zu dem frühen Zeitpunkt erkannt haben. Dazu gehörte auch die kostenlose Überlassung der Dachfläche, was wir heute vermutlich nicht mehr machen würden, zu dem Zeitpunkt aber wichtig war. Ich habe danach in einigen Kommunen über unser Projekt berichtet – es hat in der Zwischenzeit viele Nachahmer gegeben.

Im Jahr 2008 haben wir eine ca. 1 ha große Fläche direkt neben der Streuobstwiese hinter dem Alten Rathaus angepachtet, um dort einen Hochzeitswald anzulegen. Man sollte dort die Möglichkeit haben, zu bestimmten Ereignissen einen Baum zu pflanzen.

Einerseits ging es auch hier um ein Zeichen der Nachhaltigkeit – auf der anderen Seite sollte man sich mit dem Pflanzen des Baumes hier an den Ort binden. Der Baumpate oder auch seine Familie soll die Möglichkeit haben, zu „seinem“ Baum zurückzukehren.

Dieses Angebot ist in der letzten 5 Jahren sehr gut angenommen worden – mittlerweile stehen 85 heimische Bäume im Hochzeitswald.

Unser Rathaus wurde 1982 erbaut und macht von außen einen sehr schönen Eindruck. Ich bin schon von vielen Besuchern auf unser schönes Rathaus angesprochen worden. Allerdings war ich von Anfang an sehr unzufrieden mit der Situation im Eingangsbereich.

Der Besucher kam durch die erste Glastür, sah vor sich eine weitere Glastür, links war die Tür zum sogenannten Behindertensprechzimmer und rechts war die Tür zum Einwohnermeldeamt. Dort stand „Bitte einzeln eintreten“, man konnte allerdings nicht wissen, ob vielleicht schon ein anderer Besucher in dem Zimmer war – insgesamt, wie gesagt, sehr unbefriedigend.


Um die Situation zu verbessern, sollte ein offenerer Bereich geschaffen werden, bei dem der Kunde, wenn er das Rathaus betritt, gleich einen Ansprechpartner sieht, der ihm dann weiterhelfen kann. Allerdings taten sich hier gewisse Grenzen auf, weil man im vorhandenen Bestand umbauen musste und eigentlich zu wenig Platz für eine kundenorientierte Lösung vorhanden war.


Wir haben dann aber doch mit einem guten Planer eine gute Lösung erreichen können. Gleichzeitig konnten wir bei dieser Aktion auch einen Fahrstuhl einbauen. Dadurch hatten wir endlich ein barrierefreies Rathaus und das eigentlich nicht mehr zeitgemäße Behindertensprechzimmer war endlich überflüssig.
 

In vielen Gemeinden gibt es besondere Orte, wo auch außerhalb der Rathäuser Trauungen durchgeführt werden können. Man hat gesehen, dass viele Paare für den besonderen Moment der Trauung auch ein besonderes Ambiente erleben möchten. Daher gab es auch in der Samtgemeinde Hambergen Überlegungen, besondere Orte für Trauungen vorzuhalten.

Die erste Trauung in einem externen Standesamt fand am 04.04.04 in der Moorkate in Ströhe statt. Im Laufe der Zeit hat sich auch die Mühle in Lübberstedt zu einem beliebten Ort für die besondere Eheschließung entwickelt. In Ströhe sorgt der Heimatverein für die Vorbereitung der Moorkate und in Lübberstedt ist es der Mühlenverein, der die Mühle für eine Trauung vorbereitet werden. Mittlerweile finden mehr als die Hälfte aller Eheschließungen in Ströhe oder Lübberstedt statt.

Das HAMBAD in Hambergen hat jährlich mehr als 80.000 Besucherinnen und Besucher. Die größten Kundengruppen sind zum einen Kinder und Jugendliche aus den Kindertagesstätten, den Grundschulen und der KGS.

Eine weitere große Gruppe besteht aus dem Schwimmverein Hambergen sowie den DLRG-Gruppen aus Hambergen und Hagen. Nicht zuletzt die insgesamt 18 Gruppen der Rheuma-Liga, die mit rd. 10.000 Besuchern jährlich das Bad besuchen.


Seit mehreren Jahren wird die Betriebsführung von den Bäderbetrieben Osterholz-Scharmbeck wahrgenommen. Durch die Zusammenarbeit mit den Bäderbetrieben können für beide Seiten Synergieeffekte erzielt werden. Nachdem sich die Zusammenarbeit zwischen dem HAMBAD und den Bäderbetrieben bewährt hat, haben auch die Bäder in Worpswede und Ritterhude die Betriebsführung auf die Bäderbetriebe übertragen.

Zwischen dem Alten Rathaus und dem Rathaus ist ein Neubau errichtet worden, der heute die Polizeistation und die DRK-Rettungswache beheimatet. Beide Einrichtungen waren mit der bisherigen Unterbringung – zurecht – sehr unzufrieden.

Nach vielen Gesprächen konnte ein Investor gefunden werden, der auf dem Gelände der Samtgemeinde Hambergen ein den heutigen Anforderungen entsprechendes Gebäude errichten konnte und langfristig an die beiden Organisationen vermietet hat. Gleichzeitig konnten auch Räumlichkeiten für die sehr aktive DRK-Ortsgruppe geschaffen werden. Beide, Polizei und DRK, sind mit den jetzigen Rahmenbedingungen sehr zufrieden.

Die Parkmöglichkeiten für PKW am Bahnhof in Lübberstedt sind komplett neu gestaltet worden. Dazu musste das Gelände mit dem Gebäude von der DB erworben werden. Zusätzlich sind neue Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen worden.


Neben einfachen Unterstellmöglichkeiten gibt es jetzt auch abschließbare Einzelboxen sowie Plätze in einer Sammelschließanlage, die jeweils angemietet werden können. Insgesamt mussten hierfür Kosten in Höhe von rd. 260 Tsd. € aufgewendet werden

Es ist gelungen, für die Arbeit in der Samtgemeindebücherei einen Mitarbeiterstamm von 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zu gewinnen. Dadurch konnten die Öffnungszeiten erheblich ausgeweitet werden und auch zusätzliche Veranstaltungen waren dadurch möglich. Die Samtgemeindebücherei hat dadurch in den letzten Jahren einen deutlichen Aufschwung bekommen.

Mit der Errichtung eines Wohnmobilplatzes am Rande des Festplatzes in der Ortsmitte Hambergens konnte ein weißer Fleck auf der Landkarte getilgt werden. Nun können die Wohnmobilisten auch die Samtgemeinde Hambergen ansteuern – der Platz wird auch gut angenommen.

Für die Jugendarbeit, insbesondere auch für die Einbeziehung der Mitgliedsgemeinden, konnte ein Jugendbus angeschafft werden. Die Finanzierung konnte durch Werbeanzeigen von ortsansässigen Gewerbetreibenden realisiert werden. Wenn der 9-Sitzer nicht für die Jugendarbeit genutzt wird, kann er auch von Vereinen gemietet werden. Mittlerweile konnte sogar schon ein zweiter Bus, wieder ausschließlich werbefinanziert, angeschafft werden.

2008 hat der Radiosender Bremen Vier seine Hörer aufgerufen, ihren Bürgermeister für einen Karaoke-Wettbewerb vorzuschlagen. Dieser Wettbewerb wurde ein paar Jahre zuvor schon einmal durchgeführt. Die Bürgermeister mit den meisten Meldungen wurden dann vom Sender angerufen und gefragt, ob sie teilnehmen wollen. Nachdem es insgesamt 10 Bürgermeister-Zusagen gab, stand das Teilnehmerfeld. Ich habe mich spontan für eine Teilnahme entschieden – hierbei habe ich in erster Linie an die möglichen Werbeeffekte für Hambergen gedacht, die dann auch tatsächlich eingetreten sind.


Alle 10 teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister mussten sich einen Titel aussuchen und ein Titel wurde jedem Teilnehmer zugelost. Die beiden Titel wurden unter professionellen Bedingungen in einem Tonstudio aufgenommen und von einem Toningenieur gemischt – hierzu hatte man zwei Stunden Zeit.

Das Ergebnis wurde dann in einer Extra-Sendung dem Publikum vorgestellt – die Hörer hatten dann drei Tage Zeit, für ihren Favoriten anzurufen, wobei jeder Kandidat eine andere Endziffer bekam.

Insgesamt ging die Aktion über 3 Wochen – in dieser Zeit wurde täglich mehrmals über den Wettbewerb berichtet. In diesen drei Wochen war in Hambergen und umzu richtig was los. Egal, wo man hinkam, überall war der Karaoke-Wettbewerb in aller Munde.

Und tatsächlich – ich habe den Wettbewerb gewonnen und bin immer noch amtierender Bürgermeister-Karaoke-König von Bremen Vier. Als Preis gab es eine große Bremen-Vier-Party mit den Kultmoderatoren dem Dicken und dem Dünnen in der Uwe-Brauns-Halle in Hambergen.

In nicht einmal 3 Tagen waren die 1.800 Eintrittskarten für diese Party verkauft, so dass vor der Halle noch eine Großbildleinwand aufgebaut wurde, wo noch einmal 500 Leute zusehen konnten. Es war eine tolle Party und insgesamt eine Superaktion mit einem riesigen Werbeeffekt für Hambergen.


Unterm Strich blieb durch die Party noch ein Überschuss übrig, mit dem für die KGS insgesamt 6 E-Pianos angeschafft werden konnten und die Jugendfeuerwehr einen Betrag von 1.500,- € bekommen hat.


Danach hab ich tatsächlich unzählige Anfragen bekommen, ob ich nicht noch einmal meinen Gewinnersong „Grace Kelly“ von Mika singen möchte. Aber keine Angst – mein Live-Auftritt auf der Party in der Uwe-Brauns-Halle war mein letzter Ausflug ins Showgeschäft - das war eine einmalige Angelegenheit.